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„Viel bewegt“

Der mitgliederstärkste und erfolgreichste Judoverein im Judoverband des Main-Kinzig-Kreises zieht Jahresbilanz. „Wir haben in den vergangenen zwölf Monaten wirklich extrem viel bewegt“, sagt der Vereinsvorsitzende Lars Kauer und weist speziell auf die in 2015 vom Judo-Club Wächtersbach ausgerichteten und begleiteten Veranstaltungen hin: angefangen bei den erstmals in der Messestadt ausgetragenen Hessen-Meisterschaften, über die Heimkämpfe der ersten Mannschaft in der Oberliga Hessen bis hin zum Engagement bei Veranstaltungen der Stadt wie dem Blue-Moon-Fest und den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 650-jährigen Bestehen des Stadtteils Neudorf oder beim „No Mercy Run“ in Aufenau. „Ohne unser großes ehrenamtliches Helfterteam ginge das gar nicht“, richtet Kauer einen Dank an seine Vorstandskollegen, die Mitglieder und die Schar der engagierten Eltern von JCW-Kindern. Um in Zukunft noch effektiver Wettkämpfe ausrichten zu können, hat der Verein im vergangenen Jahr 65 neue Judomatten erworben. „Der erste Mattenkauf seit 25 Jahren“, sagt Kauer zum nicht ganz günstigen Untergrund für den japanischen Kampfsport. Mit den neuen „Tatami“ müssen beispielsweise für Meisterschaften nicht mehr Matten bei befreundeten Vereinen ausgeliehen und transportiert werden.Das Oberligateam 2015

Im sportlichen Bereich der Sparte Judo waren in 2015 der zweite Platz von Simon Eurich bei den Hessischen Meisterschaften der Männer in seiner neuen Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm sowie der dritte Platz der JCW-Männermannschaft in der Oberliga Hessen die herausragenden Ergebnisse. „Wir hatten tolle Heimkämpfe in der großen Sporthalle mit richtig vielen Zuschauern“, blickt der Vereinschef zurück. Mit den Brüdern Simon und Julian Eurich kämpfen weiterhin zwei Judokas des Vereins in der Ersten Bundesliga für den JC Rüsselsheim. Auch die zweite JCW-Männermannschaft feierte im Jahr 2015 einen Erfolg und beendete die Bezirksliga auf Rang drei.

Die Sparte Ju-Jutsu verbuchte im vergangenen Jahr durch Nationalmannschaftskämpfer Rado Mollenhauer mit Team-Bronze bei der Weltmeisterschaft in Thailand, fünften Plätzen im Einzel bei der WM und der EM in den Niederlanden sowie dem Sieg bei den German Open sogar Erfolge auf internationaler Ebene. Im Oktober wurde Mollenhauer von der Sportredaktion der Gelnhäuser Neue Zeitung zum „Sportler des Monats“ bestimmt.

Apropos Ehre: Bei der Sportlerehrung der Stadt Wächtersbach dominierten die Weißkittel mit 45 Kämpferinnen und Kämpfern auch im Jahr 2015 die Bühne. Stolz ist der Verein mit eigener Trainingsstätte („Dojo“) in der Alten Schule in Neudorf ebenso auf seine neue, im Februar 2015 gestartete Internetseite (jc-waechtersbach.de). Dort gibt es stets aktuelle Informationen für die mehr als 130 Vereinsmitglieder und andere Interessierte.

Im Namen des Vorstands bedankte sich Vereinschef Kauer für die Unterstützung in 2015 auch „bei der Stadt Wächtersbach, insbesondere bei Bürgermeister Andreas Weiher, seinem Vorgänger Rainer Krätschmer und Stadtrat Oliver Peetz, sowie bei unseren Sponsoren “. Für das Thema Sponsoring und Werbung hat der Judo-Club im vergangenen Jahr ein eigenes Experten-Team zusammengestellt, dessen Arbeit erste Früchte trägt.

Doch nicht alles kann immer glänzen. Mit der Ausweisung des aus Albanien stammenden 17 Jahre alten Flüchtlings Aurel Ndoka, der in der zweiten Mannschaft kämpfte und als großes Talent gilt, „hat in dieser Form keiner gerechnet“, sagt Kauer. Der Verein habe zwar nach Kräften versucht, die Ausweisung der Familie zu verhindern, doch das gelang nicht. Dennoch gibt sich der Vereinsvorsitzende kämpferisch: „Wir arbeiten weiterhin mit der Stadt daran, der Familie eine Rückkehr zu ermöglichen. Judokas stehen nach jedem Fall wieder auf.“

Link zur Bildergalerie "Das Jahr des JCW in Bilder"

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