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Vereinsgründer Karl-Heinz Maasberg

Heute heißen wir Judo-Club Wächtersbach. Diesen Namen trägt unser Verein seit dem Jahr 2008. Doch er hat eine viel längere Tradition, entstand schon Mitte 1969, als sich eine Gruppe Interessierter mit ihrem Trainer und späteren Vereinsgründer Karl-Heinz Maasberg im Dorfgemeinschaftshaus im Wächtersbacher Stadtteil Leisenwald zum Training einfand. Maasberg (1939-2012, 3. Dan) trainierte in den 1960er Jahren beim 1. Deutschen Judo-Club (DJC) in Frankfurt mit den seinerzeit besten deutschen Judokas, darunter dem langjährigen Bundestrainer und ersten deutschen Europameister Heiner Metzler. Als er später nach Leisenwald zog, zeigte Maasberg wieder Pioniergeist. Er gründete eine Judogruppe, die sich zunächst dem Gesang- und Turnverein anschloss, aber schnell selbständig machte.

Ab dem 1. Januar 1970 führte der Landessportbund unseren Verein als „Judo-Club Leisenwald“. Am 9. März 1972 nahmen 13 Judo-Schüler Maasbergs an der ersten Gürtelprüfung des Vereins teil. 1973 zog man zum Training nach Wächtersbach in die besser geeignete Grundschulturnhalle um. In den ersten Jahrzehnten war Karl-Heinz Maasberg gewissermaßen der Verein: Vorsitzender, ausgebildeter Übungsleiter, lizenzierter Kampfrichter und der erste Danträger. Das Wettkampftraining war ihm immer wichtig – eine Tradition, die in unserem Verein bis heute anhält. Schnell verzeichneten Maasbergs Schützlinge erste Erfolge bei Hessischen Meisterschaften, später folgten sogar Platzierungen auf Deutschen Meisterschaften der Jugend und der Junioren. Kämpfer des Vereins starteten für den JC Rüsselsheim in der Judo-Bundesliga.

Ein wichtiges Kapitel unserer Vereinsgeschichte ist der Kontakt zu den Judokas in Wächtersbachs Partnerstadt Châtillon. Am 30. Juni 1984 reiste der JC Leisenwald zum ersten Mal nach Frankeich. Viele gegenseitige Besuche, Freundschaftskämpfe und gemeinsame Trainingseinheiten folgten.

Seit 2004 ist der Maasberg-Schüler, frühere DM-Zweite und Bundesligakämpfer Lars Kauer Vorsitzender unseres Vereins, dessen langjährige Präsenz in der Stadt schließlich im Jahr 2008 zur Umbenennung in Judo-Club Wächtersbach führte.

Von 2008 bis 2012 erfüllte sich der JC Wächtersbach den Traum vom eigenen Dojo: In Eigenleistung von mehr als 10.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden und mit finanzieller Hilfe von Stadt, Kreis, Land und Landessportbund bauten wir die leerstehende Alte Dorfschule im Stadtteil Neudorf um. Die Judokas sanierten das Gebäude innen komplett, erneuerten Heizung und Fenster, schufen Umkleidebereiche, einen Gesellschaftsraum sowie als Zentrum einen 88 Quadratmeter großen Trainingsraum mit fest installierten Matten. Seitdem können wir unseren Mitgliedern mehr und flexiblere Trainingszeiten anbieten, und es wird auch in den Schulferien trainiert.

Heute zählt der JC Wächtersbach zu den erfolgreichsten Judovereinen im Main-Kinzig-Kreis und richtet regelmäßig Meisterschaften auf hessischer Ebene aus. Unsere Männermannschaft kämpft in der höchsten hessischen Klasse, der Oberliga und erkämpft sich Jahr für Jahr Plätze unter den ersten drei. Die Brüder Simon und Julian Eurich sind in den letzten Jahren die Aushängeschilder und starten für den JC Rüsselsheim in der Bundesliga.

Im Jahr 2014 gründete unser Verein seine zweite Abteilung, die Training im Selbstverteidigungssystem Ju-Jutsu anbietet. Erfolgreichster Ju-Jutsuka des Vereins ist Rado Mollenhauer, 2014 wurde er bei der WM im Einzelwettkampf mit Platz 5 belohnt und mit der deutschen Mannschaft erreichte er sogar WM-Zweiter.

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Wir sind DJB zertifiziert

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